Meine Geschichten

Nr 5: Glück gehabt!

Wir hatten im November 2016 ja unsere Weihnachtsausstellung in unseren neuen Räumen in der Schmiede und da hatte ich mir gedacht, in jedem Raum einen Rauchmelder und einen Feuerlöscher zu installieren. Hinterher stellte ich jedoch fest, dass ich einen Rauchmelder über hatte. Na ja, dachte ich, den könnte ich ja zuhause im Treppenhaus vor unserem Schlafzimmer montieren.
Weihnachtsausstellung und Silvester gut überstanden – bis zum 7. März 2017:
Super Abendessen, Kuscheln auf dem Sofa, der Kamin brannte. Draußen ein „Uselwetter“, wie man in OWL sagt, da schickt man kaum einen Hund vor die Tür. Ach, ist das herrlich vor dem Kamin!
Um 23 Uhr beschlossen wir, zu Bett zu gehen. Damit es am nächsten Tag noch schön kuschelig sein sollte, legte ich noch zwei Holzscheite in den Kamin.
So: ‚ Zähne putzen, pillern und ins Bett‘
Ruckzuck eingeschlafen, bis um 0.30 Uhr ein schriller Ton durchs Haus ging. Meine Frau weckte mich aufgeregt, „der Rauchmelder piept“. Ich sagte zu ihr, „das kann nicht sein, wie sind in der ersten Etage, was soll denn da sein?“
Ich öffnete die zum Treppenhaus gehende Schlafzimmertür und prallte zurück – man konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Alles war voller Rauch. „Es brennt!“
Da im Schlafzimmer noch kein Rauch war, blieb meine Frau erst einmal dort. Ich lief ins Badezimmer, zog mir einen Bademantel an und schmiss mir ein nasses Handtuch um den Kopf, holte tief Luft und lief nach unten ins Wohnzimmer, um zu sehen, was los war. Dort unten war der Rauch noch dichter, sodass ich schnurstracks zur Terrassentür lief, sie aufriss und draußen erst einmal tief Luft holte.
Es war zum Glück kein offenes Feuer, sondern nur ein Schwelbrand.
Nun öffnete ich Türen und Fenster im ganzen Haus. Sogar bis auf den Dachboden war der Qualm gezogen.
Dass diese Aktion von mir sehr leichtsinnig gewesen war und in diesem Moment auch nicht richtig, bestätigte mir am nächsten Tag ein Feuerwehrmann, denn er sagte, drei tiefe Atemzüge in diesem Rauch und man würde tot umfallen.
Da hatten wir noch mal richtig Glück. Vielleicht lag es daran, dass wir so viele Schutzengel im Haus hatten - und natürlich einen funktionierenden Rauchmelder.
Zwei Tage später hatten wir alle Möbel und Teppiche durchgelüftet und das ganze Haus neu gestrichen.
So richtig bewusst wurde uns erst, wie knapp das alles gewesen war und dass die Sache ganz anders hätte ausgegeben können, als alles wieder hergerichtet war. Das war noch mal richtig gruselig!

Rauchmelder retten Leben.

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